Einblicke in den Prozess

Bilder aus der Werkstatt und fertige Stücke – so entsteht Handwerk mit Charakter

Über mich und meine Werkstatt: Von der Idee bis zur fertigen Uhr

Handarbeit, Materialgefühl und nachhaltige Gestaltung bestimmen meinen Ansatz

Upcycling beginnt für mich mit Zuhören: Was sagt das Material, was bleibt von der alten Geschichte?

In jedem Arbeitsschritt begegnet mir eine Entscheidung: Bewahre ich Details, oder setze ich neue Akzente? Die Antwort ergibt sich nicht sofort – sie wächst aus Erfahrung, Experiment und der Bereitschaft, alte Wege zu verlassen. So entstehen Wanduhren, die Geschichten transportieren und zum Gesprächsstück werden.

Meine Arbeit ist geprägt von einem respektvollen Umgang mit Ressourcen. Statt neue Materialien zu beschaffen, nutze ich, was vorhanden ist. Das schärft meinen Blick für das Wesentliche – und führt zu einer Ästhetik, die nicht glatt, sondern lebendig wirkt.

Ich glaube, dass jedes Objekt Bedeutung erhalten kann, wenn wir ihm Aufmerksamkeit schenken. Deshalb nehme ich mir Zeit für jedes Werkstück und verzichte auf überflüssigen Zierrat. Die fertigen Uhren sprechen für sich – leise, aber ausdrucksstark.

Jede Uhr als Zeichen der Wertschätzung – für Material, Geschichte und neue Ideen

Was mich leitet: Prinzipien des Upcyclings in meiner Arbeit

In einer Welt voller Gleichförmigkeit setze ich auf Individualität und handwerkliche Sorgfalt.
Die Schallplatte steht für mehr als Musik – sie steht für Erinnerungen, für ein Lebensgefühl. In meinen Wanduhren möchte ich diesen Zauber erhalten und neu interpretieren. Der Herstellungsprozess ist geprägt von einem Wechselspiel aus Experiment und Struktur.

Mir ist wichtig, dass jede Uhr eine Geschichte erzählen kann. Deshalb dokumentiere ich einzelne Arbeitsschritte, halte Details fest und tausche mich mit anderen Kreativen aus. So wächst mit jedem Projekt mein Verständnis für Material und Design.

Nachhaltigkeit ist keine Floskel, sondern tägliche Praxis. Ich suche gezielt nach alten Platten, entwickle neue Techniken und lerne mit jeder Herausforderung. Am Ende steht ein Einzelstück, das seinen Wert durch Zeit und Aufmerksamkeit erhält.

Was mich antreibt und verbindet

Was bleibt von einer Schallplatte, wenn sie nicht mehr klingt? Ich stelle diese Frage, weil sie mich antreibt – und weil jede Antwort ein neues Werkstück bedeutet. Der Geruch von Vinyl, das Klicken der Werkzeuge, das präzise Runden der Zeiger – daraus entsteht mehr als eine Uhr: Es entsteht Erinnerung, fühlbar und sichtbar.

Meine Werkstatt ist ein Ort der Umwandlung. Hier wird Altes mit Sorgfalt in neue Zeitmesser verwandelt.

Hand fertigt Uhr aus Schallplatte

Woran ich glaube: Leitlinien meines kreativen Schaffens

01

Wertschätzung des Ausgangsmaterials und seiner Geschichte

Der Respekt vor dem Ursprungsmaterial bildet die Grundlage meiner Arbeit. Ich glaube, dass jede Schallplatte, jedes Werkzeug und jede Gebrauchsspur eine Geschichte in sich trägt. Die Wertschätzung des Vorhandenen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem stimmigen Werkstück.

02

Balance zwischen Planung und Kreativität

Jeder Arbeitsschritt folgt einem bewährten Ablauf, der Raum für Improvisation lässt. Das Zusammenspiel von Planung und spontaner Entscheidung macht das Ergebnis lebendig. Fehler sind kein Makel, sondern Lernchancen.
03

Nachhaltiges Arbeiten als tägliche Praxis

Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern Handlungsmaxime. Ich beziehe meine Materialien bewusst aus dem Bestand, verzichte auf unnötige Neukäufe und sorge für minimalen Abfall. Diese Haltung zieht sich durch alle Phasen der Produktion.
04

Geduld und Sorgfalt statt Schnelllebigkeit

Handarbeit braucht Zeit. Ich investiere Geduld und Sorgfalt in jedes Detail, weil ich überzeugt bin: Nur so entsteht etwas mit Bestand. Massenproduktion kommt für mich nicht infrage.

05

Offenheit für Austausch und neue Impulse

Dialog ist mir wichtig – mit Material, mit Menschen, mit meiner eigenen Intuition. Wer sich auf Prozesse einlässt und offen für Impulse bleibt, findet neue Wege und Ideen. So entwickelt sich mein Ansatz stetig weiter.

Jede Uhr, die meine Werkbank verlässt, trägt ihre eigene Vergangenheit.

In meiner Werkstatt entstehen ausgediente Schallplatten zu funktionalen Kunstobjekten. Was als Tonträger begann, bleibt als Designstück erhalten – Form, Haptik und Patina erzählen von anderen Zeiten. Der kreative Prozess verlangt Geduld, Handarbeit und die Bereitschaft, Fehler als Teil der Entwicklung zu akzeptieren.

Ich habe gelernt, dass Authentizität wichtiger ist als Perfektion. Rillen, kleine Kratzer, leichte Verfärbungen – sie sind keine Makel, sondern Erinnerungsfragmente. So wird jede Uhr zu einem Unikat, das durch seinen Eigensinn überzeugt.
Wer meine Arbeiten betrachtet, sieht keine Massenware. Stattdessen entdeckt man Details, die überraschen – und den Blick für nachhaltige Wertschätzung schärfen. Diese Haltung begleitet mich bei jedem Projekt und prägt meine Philosophie.

Meine Herangehensweise an das Upcycling

Warum gerade Schallplatten? Ich habe gelernt: Jedes Material birgt Charakter, jede Rille eine Geschichte. Mit Respekt vor dem Ursprünglichen und einem wachen Auge für Details gestalte ich Uhren, die nicht nur die Zeit anzeigen, sondern Fragen stellen. Wie geht Wertschätzung? Wodurch erhält ein Objekt neuen Sinn? Wer solche Wanduhren betrachtet, spürt: Etwas Vergangenes lebt darin weiter.
Auswahl mit Fingerspitzengefühl

Alte Schallplatten verdienen einen zweiten Auftritt. Ich wähle jede einzelne bewusst aus und prüfe, was sich aus Form und Farbe entwickelt. Nicht jeder Rohling eignet sich – und das ist gut so, denn Charakter entsteht durch Auswahl.

Handwerkliche Präzision zählt
Jede Uhr durchläuft einen mehrstufigen Prozess, von der Reinigung bis zur sorgfältigen Montage des Uhrwerks. Jeder Schritt folgt meinem eigenen Ablauf, den ich über Jahre verfeinert habe – immer mit dem Ziel, ein stimmiges Gesamtbild zu erschaffen.
Altes bleibt sichtbar

Ich halte es für wesentlich, alte Materialien nicht zu verstecken, sondern bewusst sichtbar zu lassen. Gebrauchsspuren werden Teil des Designs und erzählen leise von früheren Klängen. Dadurch entstehen Unikate mit Charakter.

Gestaltung mit Haltung
Form folgt Bedeutung. Jede fertige Uhr bringt etwas von meinem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit und Wertschätzung zum Ausdruck – und lässt den Betrachter die Zeit anders wahrnehmen.
Meine Werte

Was mir wichtig ist und mich antreibt

Am Anfang steht immer das Zuhören: Welche Geschichte trägt das Material, welche Spuren erzählen von vergangenen Momenten? Meine Arbeit basiert auf Respekt vor Ressourcen, auf dem Wunsch, Altem neues Leben zu schenken, und auf einer Haltung, die Fehler als Teil des kreativen Prozesses akzeptiert. Ich lasse mich von der Überzeugung leiten, dass jedes Stück ein Unikat mit Charakter verdient – und dass Nachhaltigkeit nicht bei der Materialwahl endet. Mein Verständnis von Handwerk umfasst nicht nur die Technik, sondern auch die Bereitschaft, Geduld und Aufmerksamkeit zu investieren. Jeder Handgriff ist Teil einer Kette, die von Wertschätzung, Offenheit und Verantwortung getragen wird. Mit jeder fertigen Uhr wächst mein Bewusstsein für die Kraft von Geschichten und für die Bedeutung kleiner Details. Was ich tue, soll zum Nachdenken anregen – und vielleicht auch zum Mitmachen einladen.

Nachhaltiges Upcycling

Ich arbeite mit Materialien, die andere aussortiert haben, und gebe ihnen einen neuen Sinn. Dabei stehen bewusste Auswahl und nachhaltige Verarbeitung im Mittelpunkt. Jede Uhr zeigt: Wert entsteht durch Aufmerksamkeit.

Einzigartigkeit & Charakter

Kein Werkstück gleicht dem anderen. Individuelle Gestaltung und die Akzeptanz kleiner Unregelmäßigkeiten machen meine Uhren einzigartig. Der Charakter eines jeden Stücks steht im Vordergrund.

Offenheit & Lernbereitschaft

Ich sehe Fehler nicht als Scheitern, sondern als Ansporn, meinen Ansatz zu reflektieren. Diese Haltung fördert ständige Weiterentwicklung und schafft Raum für echte Innovation.

Transparenz & Verantwortung

Respekt vor Material, Umwelt und dem handwerklichen Prozess prägt meine Entscheidungen. Ich arbeite transparent und teile gerne Einblicke in meine Vorgehensweise, um den Wert von Handarbeit sichtbar zu machen.